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POLYRACK TECH-GROUP: Nachhaltigkeit messbar machen

Luftaufnahme Unternehmensstandort Polyrack


Als Spezialist für Electronic Packaging entwickelt und produziert die POLYRACK TECH-GROUP hochwertige Produkte und Systemlösungen. Angesichts steigender Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung baute das Familienunternehmen eine belastbare Datengrundlage für Maßnahmen, Berichtspflichten und Kundenanfragen auf – und ist damit auch unter veränderten Rahmenbedingungen gut aufgestellt.


Ausgangspunkt war die Verpflichtung zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes nach CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive). „Für Laien in diesem Bereich ist das schwierig: Man weiß nicht, wo man ansetzen sollte und was man unbedingt berücksichtigen muss. Da war es ein Vorteil, dass wir BFE bereits kannten. Die Expertinnen zeigten die notwendigen Schritte klar auf“, erinnert sich Patrick Mees, Prokurist bei POLYRACK. „Wir hatten zwar auch Angebote anderer Anbieter, darunter Banken. Ausschlaggebend war für uns jedoch die fachliche Spezialisierung von BFE auf Nachhaltigkeit und regulatorische Anforderungen.“


Von der Berichtspflicht zur CO2e-Bilanz


Während des Prozesses änderten sich die regulatorischen Rahmenbedingungen, sodass POLYRACK nicht mehr zur CSRD-Berichterstattung verpflichtet war. Doch das Unternehmen entschied sich, den Prozess fortzusetzen. „Wir arbeiten mit zahlreichen großen Unternehmen zusammen, die strengeren regulatorischen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit unterliegen. Dafür brauchen sie Daten zu Nachhaltigkeit und Treibhausgas-Emissionen aus ihrer Lieferkette, also auch von POLYRACK“, erklärt Patrick Mees. „Deshalb wollten wir die Informationen, die wir bereits ermittelt hatten, nutzen, um für solche Anfragen gewappnet zu sein. Gleichzeitig haben wir eine Entscheidungsgrundlage für weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen geschaffen, etwa die Installation zusätzlicher PV-Anlagen sowie den Neubau des POLYRACK Towers, ein nachhaltiges Holz-Hybrid-Gebäude mit energieeffizientem Gebäudekonzept.“


Aus den geänderten gesetzlichen Vorgaben und den bereits erarbeiteten Informationen ergaben sich drei neue Ziele:


-        die freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung nach dem VSME-Standard

-        eine Treibhausgasbilanz für das gesamte Unternehmen (Corporate Carbon Footprint, CCF)

-        eine Treibhausgasbilanz für ausgewählte Produkte (Product Carbon Footprint, PCF)


Strukturierter Prozess, klare Datenbasis


Zu Beginn der CO2e-Bilanzierung wurden die wichtigsten Grundlagen abgestimmt: Welche Ziele verfolgt POLYRACK mit der Bilanz? Welche Emissionsquellen sind relevant? Welche Daten werden benötigt? Und wie lässt sich eine möglichst gute Datenqualität erreichen?


Auf dieser Basis stellte BFE eine Daten- und Informationsmatrix zusammen, entlang derer POLYRACK die erforderlichen Daten ermitteln konnte. Zudem enthielt sie die wichtigsten Hintergrundinformationen.


Die größte Herausforderung bestand anfangs darin, herauszufinden, welche Daten im Detail benötigt werden und wie sich diese ermitteln lassen. „Zum Beispiel bei den Verflüchtigungen wussten wir nicht, was alles dazugehört und woher wir die Daten bekommen. Da war die praxisnahe Unterstützung von BFE sehr wertvoll“, erklärt Julius-André Billeri, Projektleitung Operations bei POLYRACK.   


In regelmäßigen Jour-fixe-Terminen wurden spezifische Fragen geklärt, Daten plausibilisiert und die nächsten Schritte abgestimmt. „Anders als man vermuten würde, waren die PCFs deutlich aufwändiger. Wenn Daten fehlen oder schwer zu ermitteln sind, fällt das auf Produktebene viel stärker ins Gewicht“, so Julius-André Billeri. „Hinzu kommt, dass es sich um kundenspezifische Produkte handelte – die machen bei POLYRACK auch den größten Teil des Portfolios aus. Hat dasselbe Basis-Produkt zum Beispiel nur eine andere Frontplatte, kann es sein, dass es anders gefertigt oder verpackt wird, was sich erheblich auf den PCF auswirken kann.“  


Regularien, Emissionen und Energie im Blick


Aus den bereitgestellten Daten erstellte BFE den CCF (Scope 1, 2 und 3) und die PCFs. Damit kann POLYRACK nicht nur Nachhaltigkeitsanfragen von Kunden schnell und fundiert beantworten, sondern verfügt auch über eine Systematik für künftige Bilanzierungen. Zudem entstand ein tieferes Verständnis dafür, wo die meisten Emissionen anfallen. „Wir wissen jetzt: Das ist ganz klar bei den Rohmaterialien“, ergänzt Billeri.


Die unternehmenseigenen Emissionen werden vor allem durch den Energieeinsatz in Montage und Fertigung bestimmt. Hier arbeitet das Unternehmen bereits sehr effizient, dank des langjährigen Einsatzes eines Energiemanagementsystems. Für Nachhaltigkeit sorgt Strom aus erneuerbaren Energien. „Auch hier kommt uns die Zusammenarbeit mit BFE sehr zugute, denn wir können auf unterschiedliche Kompetenzen zurückgreifen – von Energiemanagement bis Nachhaltigkeitsberichterstattung, von technischer Expertise bis zu regulatorischen Fragestellungen“, so Patrick Mees. Aktuell unterstützt BFE POLYRACK beim Wiederholungsaudit nach EDL-G (Energiedienstleistungsgesetz). „Zudem haben wir umfangreich in PV-Anlagen investiert. Der Prozess mit Beratung, Konzeption und Vertragsgestaltung inklusive Abstimmung mit allen Beteiligten ist nicht trivial. Diesen haben wir ebenfalls in die Hände von BFE gelegt.“


„Bei BFE können wir auf unterschiedliche Kompetenzen zurückgreifen – von Energiemanagement bis Nachhaltigkeitsberichterstattung, von technischer Expertise bis zu regulatorischen Fragestellungen.“

Patrick Mees, Prokurist, POLYRACK TECH-GROUP


 
 
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