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WELDE Braumanufaktur: Transformationsplan für eine klimafreundliche Braukunst

Luftbild der Welde Braumanufaktur in Plankstadt mit Produktionsgebäuden, Brauereitanks und Besuchsbereich.

Die WELDE Braumanufaktur steht seit 1752 für unabhängige Braukunst, höchste Qualität und Innovationsgeist. Mit dem Ziel, ihre Treibhausgasemissionen langfristig und nachhaltig zu reduzieren, beauftragte WELDE BFE mit der Entwicklung eines Transformationsplans inklusive Umsetzungsplan für die kommenden zehn Jahre. Grundlage hierfür bildete eine umfassende Treibhausgasbilanz sowie die Ausarbeitung konkreter Maßnahmen zur Dekarbonisierung des Unternehmens.


Die Herausforderung


Als energieintensiver Produktionsbetrieb steht man auch in der Brauwirtschaft vor der Aufgabe, Emissionen systematisch zu reduzieren und gleichzeitig wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu bleiben. WELDE wollte daher einen strukturierten und praxisnahen Fahrplan entwickeln, um Klimaziele messbar zu erreichen und Investitionsentscheidungen fundiert treffen zu können.


Der Ansatz


Zu Beginn des Projekts erstellte BFE eine Treibhausgasbilanz für das Basisjahr 2022. Dabei wurden die Emissionen der Scopes 1 und 2 analysiert und die wesentlichen Emissionstreiber identifiziert. Im Fokus standen insbesondere der Erdgaseinsatz, der Stromverbrauch sowie der Zukauf von CO₂ für die Bierkarbonisierung.


Auf Basis dieser Analyse entwickelte BFE einen Transformationsplan mit klar definierten Klimazielen:

  • Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 40 % bis 2032

  • Erreichen von Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2045

  • Priorisierung wirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen

  • Identifikation passender Fördermöglichkeiten zur Umsetzung


Die Lösung


Gemeinsam mit WELDE wurde ein umfassender Maßnahmenkatalog erarbeitet. Dieser kombiniert Effizienzsteigerungen mit der schrittweisen Umstellung auf klimafreundliche Technologien.


Zu den zentralen Maßnahmen zählen:


Reduktionsmaßnahmen:

  • Abschaltung des Kessels am Wochenende

  • Optimierung der Druckluftversorgung (Verbundregelung, Wärmerückgewinnung)

  • Isolierung von Rohrleitungen

  • Reduktion der Verdampfungsziffer

  • Elektrifizierung der Dampferzeugung

  • Einsatz Wärmepumpe

  • Druckluft-Wärmerückgewinnung

  • CO2-Rückgewinnungsanlage


Substitutionsmaßnahmen:

  • Installation einer 500 kWp Photovoltaikanlage

  • Elektrifizierung der Dampferzeugung

  • Einsatz einer Wärmepumpe zur Wärmebereitstellung

  • Umstellung des Fuhrparks auf E-Mobilität

  • Rückgewinnung von CO₂ aus dem Brauprozess


Ergänzend wurden die Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit bewertet und mit verfügbaren Förderprogrammen, insbesondere der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW), abgeglichen.


Das Ergebnis


Der entwickelte Transformationsplan zeigt, dass durch die Kombination aus Energieeffizienz, Elektrifizierung, erneuerbaren Energien und innovativen Technologien eine potenzielle Reduktion der Treibhausgasemissionen von bis zu 89,6 % bis 2032 erreicht werden kann. Damit verfügt WELDE über einen klaren, wirtschaftlich tragfähigen und förderfähigen Fahrplan für die nachhaltige Transformation des Unternehmens.





"Mit dem Transformationsplan haben wir eine belastbare Grundlage geschaffen, um unsere Klimaziele systematisch zu verfolgen und die WELDE Braumanufaktur langfristig nachhaltiger aufzustellen."

Max Spielmann, Geschäftsführer, WELDE Braumanufaktur GmbH & Co. KG


 
 
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